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Bildungspolitik

Schule und die Frage der Inklusion in Bayern - Kritische Bestandsaufnahme und Perspektiven

Vorstellung des Policy Papers, Podiumsdiskussion und Worldcafé


Der Hintergrund: Rechtlicher Rahmen + politische Reform seit 2011 –› hinreichende Fortschritte?

Vor sechs Jahren wurde die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ratifiziert. Ihr gemäß „gewährleisten die Vertragsstaaten ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen“, die Verwirklichung des Menschenrechts auf Teilhabe und Diskriminierungsfreiheit im Bildungssystem. Seit der Änderung des bayerischen Schulgesetzes 2011 sind beachtliche Fortschritte mit Blick auf die Integration von Schüler_innen gelungen: Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerschaften, Eltern und Schulbehörden haben an vielen Stellen mit Engagement und Einfallsreichtum Settings aufgebaut, in denen Kinder Vielfalt leben und mit- und voneinander lernen. Kooperationsmöglichkeiten zwischen Regel- und Förderschulen wurden gestärkt und die ‚Profilschule Inklusion‘ geschaffen. Während separierende Strukturen zugleich weiterbestehen und teils gestärkt worden sind, steht der Prozess aktuell an einem entscheidenden Punkt: Wie geht es mit dem Ziel einer inklusiven Bildungslandschaft in Bayern weiter?

Die Studie: Schule und die Frage der Inklusion in Bayern
Prof. Dr. Carmen Dorrance
Prof. Dr. Clemens Dannenbeck

Die Autor_innen ziehen anhand empirisch feststellbarer Veränderungen eine erste kritische Bilanz der bayerischen Inklusionsbemühungen im Bildungsbereich vor dem Hintergrund eines breiten Verständnisses von Inklusion als Menschenrecht.

Gemessen an ihren Handlungsempfehlungen und Zielvorstellungen, die seit 2011 vorliegen,  identifizieren die Autor_innen aktuelle Fortschritte, Hemmnisse und weitere Handlungserfordernisse auf dem Weg zur Schule für alle. Der Fokus liegt im Einzelnen v.a. auf den Bereichen Beratung und Diagnostik, Ressourcensteuerung, Schulprofil Inklusion, und auf dem Aspekt der weiterführenden Schulen im Zusammenhang mit inklusionsorientierter Entwicklung des Schulsystems.

Die Vorstellung der Studie: Präsentation, Worldcafé, Podiumsdiskussion

Am 26. November werden wir die Studie erstmals vorstellen. Im Anschluss an die Präsentation durch die Autor_innen bietet sich allen Gästen im Rahmen eines WorldCafés Inklusion die Gelegenheit, die Studienergebnisse im Licht eigener Expertisen und Standpunkte zu verhandeln. Die Resultate hieraus fließen in das anschließende Gespräch der Autor_innen mit dem Publikum und unseren Podiumsgästen ein.

Mit:
Margit Wild, MdL und Mitglied der interfraktionellen Arbeitsgruppe ‚Inklusion’ des Bayerischen Landtags
Dr. Gerald Klenk, Schulamtsdirektor und stellvertretender fachlicher Leiter, Schulamt Nürnberger Land
Martina Buchschuster, Juristin, Gemeinsam - Leben Gemeinsam Lernen e.V.
u.a.

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Die Einbettung: "Gute Gesellschaft - Soziale Demokratie 2017plus"

Das Papier des BayernForums bettet sich in ein größeres Gesamtprojekt der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema Inklusion ein. Im Rahmen des Projekts "Gute Gesellschaft - Soziale Demokratie 2017plus" sind aktuell Länderhefte zu "Inklusion in der Schule und in der beruflichen Bildung" in Arbeit, die den Stand der inklusiven Bildung, Best practice-Beispiele und die entsprechende bildungspolitische Debatte in den Bundesländern darstellen. Die ersten Hefte erscheinen ab Ende Oktober 2015. Das vorliegende Papier bildet die Situation in Bayern mit Blick auf die schulische Bildung ab. Alle Länderhefte sind sukzessive abrufbar unter http://www.fes.de/themen/bildungspolitik.