Rückblicke

Hidden Champions

Podiumsdiskuission des Mangerkreises Bayern

Podiumsdiskussion: Hidden Champions
Bild: Helmut Seisenberger

 

München, 17. November2016.

Über steuerliche Forschungsförderung, Außenwirtschaft und Rahmenbedingungen in vor allem der Pharmaindustrie diskutierten Christian Flisek, MdB und Vorsitzender der Niederbayern SPD, Prof. Dr. Michael A. Popp, Vorstandsvorsitzender und Inhaber der Naturarzneifirma Bionorica SE, Dr. Arndt Schottelius, Entwicklungsvorstand der MorphoSys AG, sowie Bernd Krebs, Gründer und Geschäftsführer der MBFZ toolcraft GmbH unter der Moderation von Stefan Kinner, Manager Government Affairs bei Bristol-Myers Squibb.

Als Hidden Champions werden die von Prof. Dr. Michael A. Popp, Dr. Arndt Schottelius und Bernd Krebs geleiteten Unternehmen bezeichnet. Denn diese sitzen fernab der eigentlichen Wirtschaftsstandorte Bayerns, erfolgreich sind die drei Unternehmen dennoch. „Wir sind nicht nur Hidden Champions, wir sind Pioniere“, betonten Krebs und Dr. Schottelius. Und auch Prof. Dr. Popp verwies auf die Marktführerkompetenz der Bionorica SE, welche auch international vertreten sei.

Die Forschungsförderung ist laut Prof. Dr. Popp die Basis für den Erfolg eines jeden Pharmaunternehmens. Diese sei unabdingbar für das Vorantreiben wichtiger Studien und das Aufrechterhalten der Wettbewerbsfähigkeit zahlreicher in der Pharmaindustrie beheimateter Unternehmen. Flisek sieht die Ursache für das Fehlen der notwendigen Forschungsförderung in der aktuellen Politik, ist aber zuversichtlich, dass die Pharmaindustrie in Zukunft verstärkt gefördert werden wird.

Wenn es um Fragen bezüglich der Wettbewerbsfähigkeit der Hidden Champions geht, ist es laut Krebs ratsam, sich nicht zu fragen, „was es kostet, sondern was es bringt“. Es sei „keine Revolution, sondern eine Evolution“ von Nöten. In dieser Hinsicht vermisse er seitens der Politik vor allem Pragmatismus und Support.

Alle drei Unternehmer haben etwas gemeinsam: Sie setzen verstärkt auf eine fundierte Ausbildung junger Arbeitnehmer im eigenen Betrieb. Die duale Berufsausbildung sei der Schlüssel zum Erfolg, so Krebs. Es sei dringend notwendig, für dieses Modell zu werben und es europafest zu machen. Denn laut Flisek ist zumindest in Deutschland der einzige nachwachsende Rohstoff das Leistungsvermögen der Jugend und dieses müsse kultiviert werden.

Text: Olga Zoll

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