Veranstaltungen

Europa und die Welt

Türkei - Demokratie: Evet - Hayir?

Podiumsdiskussion

Am 16. April haben die Türken mit knapper Mehrheit für das von Präsident Erdogan angestrebte Präsidialsystem und damit die Stärkung seiner Macht gestimmt. Das knappe Ergebnis spiegelt die starke Zerrissenheit des Landes wider, dessen Konfliktlinien u.a. zwischen den Großstädten und ländlichen Regionen, zwischen Staat und Minderheiten, zwischen klarer Abkehr und Festhalten am Kemalismus verlaufen. Ungeachtet des knappen Ergebnisses will Präsident Erdogan nun tiefgreifende Reformen umsetzen, darunter die Wiedereinführung der Todesstrafe.

Seit dem Putschversuch am 16. Juli 2016 hat die türkische Regierung bereits weitreichende Maßnahmen in allen Bereichen des Landes umgesetzt: massenhafte Entlassungen und Verhaftungen sowie Eingriffe in die Presse- und Medienlandschaft waren die Folge.

Wohin führen die aktuellen Entwicklungen?
Was bedeuten Sie für die Wahrung von elementaren Grundrechten, die wirtschaftliche Lage in der Türkei und die Zivilgesellschaft?
Welchen Einfluss haben sie auf die Beziehungen zwischen Europa, Deutschland und der Türkei?

Input von
Dr. Felix Schmidt, Büroleiter der Friedrich-Ebert Stiftung in Istanbul, Türkei

Diskussion mit
Christiane Schlötzer, Süddeutsche Zeitung, Seite Drei, Stellvertretende Ressortleiterin