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Migration und Teilhabe

Auswirkungen des demografischen Wandels im Einwanderungsland Deutschland

Studienvorstellung und Diskussion

Der demografische Wandel gehört zu den sogenannten Megatrends gesellschaftlicher Entwicklungen und fällt in Debatten häufig als schwer fassbares Schlagwort. Er ist ein langwieriger Prozess, der nahezu alle Bereiche der Gesellschaft tangieren wird. In Deutschland bewirkt der demografische Wandel, dass die Bevölkerungszahl insgesamt abnimmt bei einem gleichzeitig höheren Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung.

Übersehen wird in demografischen Prognosen häufig eine weitere Tendenz, nämlich die der Heterogenisierung der Bevölkerung. Einwanderung beeinflusst den demografischen Wandel maßgeblich.

Das auf dieser Veranstaltung präsentierte Gutachten analysiert die Auswirkungen des demografischen Wandels im Einwanderungsland Deutschland – mit besonderer Betrachtung der Konsequenzen in Bayern. Es dokumentiert, wie durch Migration das Schrumpfen und Altern der Bevölkerung gebremst werden kann und wie der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung steigen wird. Positiv wirkt sich Einwanderung auf die Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials aus. Die Ergebnisse des Gutachtens dienen daher auch als Grundlage zur Diskussion der aktuellen Entwicklungen rund um geflüchtete Menschen in Deutschland und Bayern sowie der neuen Herausforderungen für den Arbeitsmarkt.

Prognosen zum demografischen Wandel sind für die Gesellschaft und die Politik wichtig, um die Entwicklungspotenziale nutzen zu können, die sich durch die zunehmende ethnische und kulturelle Vielfalt der Bevölkerung ergeben. Außerdem dienen sie als Grundlage für eine gestaltende Einwanderungspolitik, die dem absehbaren Fachkräftemangel entgegenwirkt.

Mit:
Prof. Dr. Marcel Thum, Projektleiter, Dresdner Niederlassung des ifo Institutes – Leibniz- Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München
David Schmitt, DGB Bayern, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik
Regina Ober, Leiterin der Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen, Regionalkoordinatorin Netzwerk "Integration durch Qualifizierung (IQ)"

Die Studie:
Auswirkungen des demografischen Wandels im Einwanderungsland Deutschland. Expertise im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung, Gesprächskreis Migration und Integration